Ach ich arme kleine Geisha -
Tausend Männer muß ich lieben,
Und nur einer ist geblieben
Mir im Herzen.
Als wir eines blaueen tages
Auf dem Bambusteppich sangen,
Kam ein junger Mann gegangen.
Lächelte ...
Und wir neigten unsre Stirnen
Voller Demut wie beim beten,
Luden hold ihn, einzutreten,
Boten Tee und Sake.
Flatternd fiel sein Blick auf meinen
Schlanken Leib. O daß ich stürbe!
O-sen! Leise sagt er: Zirpe
Süß Kirigirisu!
Und ich sang zu der Guitarre:
Morgennebel hüllen drohend
Rings Akashi's Küste ... Lohend
Flammt der Fushisama ...
Und er lauschte. O ergriffe
Ihn die Klage meiner Liebe!
Daß sie Nebel grau umtriebe ...
Und er wandte sich.
Meine warmen, wilden Tränen
Lassen meines Ärmels Borte
Nimmer trocknen. Tote Worte
Grab ich ins Dunkel.
Darf ich seine Hoheit lieben?
Werf ich doch auf ihn nur Schatten ...
Meine Träume werden Ratten,
Die mich fressen möchten.
(aus: Geisha O-Sen)
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